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Strukturfonds
Zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten der EU zählen die Strukturfonds (Regionalfonds, Sozialfonds und Kohäsionsfonds), die u. a. Investitionen von Unternehmen, Investitionen in die Infrastruktur, in die Weiterbildung sowie in die Umwelt unterstützen. Schon der Hinweis darauf, dass auf die Strukturfonds mittlerweile gut ein Drittel der Ausgaben des EU-Haushalts entfällt und die Zuschüsse zu Investitionen bis zu 85% betragen, macht deutlich: Die Strukturfonds bieten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen vielfältige Möglichkeiten für die Realisierung von Vorhaben!
Auch in der aktuellen Förderperiode stecken mehrere Verordnungen lediglich einen allgemeinen Rahmen für die Förderung ab, der jeweils noch ausgefüllt und in konkrete Fördermaßnahmen in den begünstigten Staaten und Regionen überführt werden muss. Dies geschieht über ein mehrstufiges, komplexes Verfahren, innerhalb dessen den nationalen und regionalen Verwaltungen in den Staaten eine zentrale Bedeutung zukommt.
In den "alten" Mitgliedstaaten der Union liegen mittlerweile umfangreiche Erfahrungen mit der Umsetzung der europäischen Strukturpolitik vor. Wie gerade die Erweiterungen der Jahre 2004 und 2007 gezeigt haben, mussten sich die Verwaltungen und Unternehmen in den neuen Mitgliedstaaten hingegen erst mit den Förderbedingungen und -mechanismen vertraut machen. Dies gilt analog für Unternehmen und dabei insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Denn: Das Vorhandensein entsprechender Verwaltungsstrukturen und -kapazitäten sowie des Know-hows, das für die ordnungsgemäße Umsetzung der Förderung erforderlich ist, ist eine der zentralen Voraussetzungen für die Bewilligung von Mitteln durch die EU!
EU-Erweiterung, Heranführung und Nachbarschaftspolitik
Ähnlich wie die Vertiefung der Zusammenarbeit der derzeit 27 EU-Mitgliedstaaten ist die Erweiterung der Union noch nicht abgeschlossen: Mehrere Staaten in Südosteuropa haben Beitrittsanträge gestellt, weitere Staaten in dieser Region werden von der EU als potenzielle Kandidaten eingestuft. Im Rahmen ihrer Heranführungsstrategie hat die Union für diese beiden Staatengruppen Finanzinstrumente geschaffen, aus denen die Beitrittsvorbereitung bzw. Heranführung bezahlt wird. Hierbei spielt die Vorbereitung der nationalen und regionalen Verwaltungen auf die europäischen Standards im Bereich der Struktur- und Regionalpolitik eine wesentliche Rolle.
Andere Staaten insbesondere in Osteuropa sowie im südlichen und südöstlichen Mittelmeerraum haben zwar derzeit keine Beitrittsperspektive. Gleichwohl setzt die Europäische Union auf eine enge Zusammenarbeit mit ihnen und unterstützt im Rahmen ihrer Nachbarschaftspolitik zahlreiche Projekte in diesen Staaten. Auch hier besteht bei Verwaltungen und potenziellen Begünstigten ein erheblicher Informationsbedarf über die Möglichkeiten, die die europäische Nachbarschaftspolitik und ihre Finanzierungsinstrumente bieten.
Antragsberatung
Für gewöhnlich erfolgen im Rahmen der verschiedenen EU-Programme Ausschreibungen, in denen potenzielle Interessenten aufgerufen werden, Projektanträge zu stellen. Der Beitrag der EU an entsprechenden Vorhaben besteht in einer je nach Programm gestaffelten finanziellen Beteiligung, die für Projektnehmer meist sehr attraktiv ist.
Dem steht allerdings in der Regel ein hoher zeitlicher und personeller Aufwand auf Seiten des Antragstellers gegenüber. Denn auch hier gilt: Für eine erfolgreiche Antragstellung ist neben einer finanziellen Eigenbeteiligung und hohen inhaltlichen Standards die Berücksichtigung und Einhaltung zahlreicher und z. T. sehr komplexer Vorschriften erforderlich.
Grenzüberschreitende Fragen
Wie beispielsweise entlang der Grenze zwischen Deutschland, den Niederlanden und Belgien gibt es überall in Europa vielfältige
Formen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Behörden und anderen Institutionen. Häufig ist dabei
jedoch nicht klar, wer auf beiden Seiten der Grenze welche Projekte verfolgt, auf welcher Grundlage die Zusammenarbeit basiert
und wer in die Kooperation einbezogen ist.
Untersuchungen und Erhebungen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sind daher
geeignete Instrumente um Transparenz herzustellen, Dopplungen zu vermeiden, Synergien zu fördern und die richtigen
Ansprechpartner zu finden.
Planspiele, Seminare und Vorträge
Schätzungen zufolge gehen mittlerweile 70 - 80 Prozent der Gesetze in den Staaten der EU direkt oder indirekt auf Entscheidungen
zurück, die auf der Ebene der Union gefällt wurden. Dass dies so ist, ist allerdings vielen Menschen in den Mitgliedstaaten
nicht bewusst. Im Gegenteil: Vielen Bürgerinnen und Bürgern erscheint Europa zu theoretisch, weit weg und zudem undurchschaubar,
bürokratisch und wenig effizient.
Seinen sichtbaren Ausdruck findet diese Einschätzung u. a. regelmäßig in der geringen Beteiligung an den Wahlen zum
Europäischen Parlament.
Einer der wesentlichen Gründe für diese zunehmend europakritische Haltung in weiten Teilen der Bevölkerung besteht in Defiziten bei der Vermittlung des zugegebenermaßen komplizierten, komplexen und nicht leicht verständlichen Themas Europa. Aber: Ist die Politikgestaltung schon auf der Ebene der eigenen Stadt verständlicher und transparenter?
Gerade Planspiele, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in unterschiedliche Rollen schlüpfen und entsprechend agieren, sind hervorragend geeignet, sich mit europapolitischen Themen sowie Strukturen und Entscheidungsprozessen auf europäischer Ebene vertraut zu machen. Zugleich werden dabei Präsentations-, Argumentations- und Verhandlungstechniken trainiert.
Bewerbung und Kommunikation
Neben fachlichen Qualifikationen entscheidet die Qualität der Selbstpräsentation maßgeblich darüber, ob der Berufseinstieg
oder ein Wechsel des Arbeitsplatzes gelingen. Auf die individuelle Situation von Bewerbern abgestimmte Coachings bieten die
Möglichkeit, die eigenen Stärken, Schwächen und Potenziale im Bereich der Außendarstellung zu analysieren und die Selbstpräsentation
zu optimieren. Dies gilt sowohl für die schriftlichen Unterlagen als auch für die persönliche Vorstellung.
Persönliche und soziale Kompetenzen sind Faktoren, die für die berufliche Entwicklung und berufliche Zufriedenheit von
Arbeitnehmern entscheidend sind. Zu diesen häufig als Schlüsselqualifikationen bezeichneten Kompetenzen zählen etwa die
Beherrschung von Präsentationstechniken, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit sowie Kritik- und Konfliktfähigkeit. Durch
gezielte Beratung und praxisnahe Übungen können diese Eigenschaften trainiert werden.
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